Donnerstag, 27. Februar 2014

Liebe? Was ist das? - Meine Beziehung zu Lovestorys

Ich habe so einige Lovestorys in meinem Bücherregal stehen. Die meisten davon habe ich auch gerne gelesen. Aber trotzdem habe ich eine sehr verkorkste Beziehung zu Büchern in denen es nur darum geht, ob sie sich nun bekommen oder nicht. Meistens finde ich es äußerst nervig, wenn sie am Anfang schon zusammen sind, weil dann einfach noch mehr Geknutsche ins Buch passt. Manchmal ist es aber auch ganz entspannend, wenn man nicht das ganze Katz-und-Maus-Spiel mitverfolgen muss, wo man doch sowieso von Anfang an schon weiß, dass sie zusammenkommen werden (Sagt mir ein Buch, wo sie danach nicht zusammenkommen. Ich will das lesen!).
Außerdem geht das Zusammenkommen in den meisten Fällen meiner Meinung nach viel zu schnell. Besonders bei Grafitti Moon von Cath Crowley fällt das auf. Ich liebe das Buch, aber ist es nicht komisch, dass sie nach einer Nacht, die sie zusammen um die Häuser gezogen sind, zusammen kommen? Na gut, sie hatten vor Jahren schonmal ein Date, aber wirklich realistisch ist das nicht. Gleiches gilt für Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick von Jennifer Smith, obwohl man da ja schon im Titel vorgewarnt wird. Es heißt doch nicht umsonst Don't rush love. Vielleicht sollten sich das Autoren mal zu Herzen nehmen.
Dann gibt es noch die Bücher, die nur aus diesem Katz-und-Maus-Spiel bestehen und wo sie sich dann im letzten Satz erst küssen. Das sind die schlimmsten. Ich hasse solche Friede-Freude-Eierkuchen-Enden inzwíschen, auch wenn es mal eine Zeit gab, wo ich sie geliebt habe. Denn normalerweise kommt einem das Leben dazwischen, egal wie perfekt es gerade ist. Und wenn sie sich erst auf der letzten Seite küssen wird das wahre Leben einfach ausgesperrt, alles was nach diesem einen perfekten Moment kommt wird verschwiegen.
Es gibt aber auch gute Lovestorys. Lovestorys, die nicht die ganze Zeit im Mittelpunkt der Geschichte stehen. Wo die Protagonisten normale Probleme und normale Leben haben, die sie nicht mal eben so aussperren können. Ich vergöttere Autoren, die den schmalen Grat zwischen Verkitschung und Problemhäufung wandeln können, denn solche Bücher lese ich gerne. Geschichten, die auch im wirklichen Leben passieren könnten. Denn ganz ehrlich - wer hat sich schonmal anhand von Grafittis in einen Typen verliebt oder einen Typen nach einem Flug so sympathisch gefunden, dass man ihn in ganz London gesucht hat?

Naja, das ist meine Meinung. Ziemlich ungeordnet, aber so sind meine Gedanken nun mal.

LG Riska

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